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Lüftungsanlage zentral oder dezentral? Kosten und Nutzen im Altbau
Sie möchten frische Luft ohne ständiges Fensterlüften – und ohne Schimmel? Frische Luft, ohne im Winter die Fenster aufzureißen – und ohne Schimmel. Das leistet eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung (die Wärme der verbrauchten Luft wärmt die frische vor). Im Altbau stellt sich nur eine Frage: ein zentrales Gerät mit Kanälen durchs Haus oder kleine Lüfter direkt in der Außenwand?

Das Wichtigste in Kürze
- Dezentrale Lüfter sitzen direkt in der Außenwand und brauchen nur einen Stromanschluss.
- Ein Einfamilienhaus braucht vier bis acht Geräte, zusammen etwa 5.000 bis 10.000 €.
- Zentrale Anlagen gewinnen mehr Wärme zurück, sind im Altbau aber aufwendiger nachzurüsten.
- Das BAFA fördert beide Varianten mit 15 %.
Quellen: BAFA: Förderung der Gebäudehülle · Stand der Angaben: 28.09.2026
Sie überlegen, eine Lüftung nachzurüsten? Wir erstellen das Lüftungskonzept und planen die passende Lösung.
Kostenloses Erstgespräch anfragenSo funktioniert eine dezentrale Lüftung
Für jedes Gerät wird ein rundes Loch durch die Außenwand gebohrt (Kernbohrung). Darin sitzt ein Rohr mit Ventilator und einem Wärmespeicher. Die meisten Geräte arbeiten paarweise im Wechsel: Eine Minute blasen sie verbrauchte Luft hinaus und laden dabei den Speicher mit Wärme, die nächste Minute holen sie frische Luft herein und wärmen sie am Speicher vor.
Das Gerät braucht nur einen Stromanschluss. Wo die Geräte sitzen, legt das Lüftungskonzept fest: Frischluft in Wohn- und Schlafräume, Abluft aus Bad und Küche, dazwischen strömt die Luft unter den Türen durch.
Zentral und dezentral im Vergleich
| Zentral | Dezentral | |
|---|---|---|
| Aufbau | ein Gerät, Kanäle in alle Räume | einzelne Geräte in der Außenwand |
| Wärmerückgewinnung | 85 – 95 % | 70 – 90 % |
| Kosten Einfamilienhaus | 8.000 – 15.000 € | 5.000 – 10.000 € |
| Einbau im Bestand | aufwendig, Kanäle durch Decken | einfach, je Gerät ein halber Tag |
| Wartung | Filter an einem Gerät | Filter an jedem Gerät |
| Geräusch | sehr leise in den Räumen | leise, im Raum hörbar |
Was sich im Bestand bewährt
Technisch ist die zentrale Anlage besser: Sie holt mehr Wärme zurück und ist in den Räumen kaum zu hören. Im Altbau ist sie aber oft sehr teuer nachzurüsten, weil Kanäle durch Decken und Wände geführt werden müssen.
Bei Sanierungen werden deshalb deutlich öfter dezentrale Geräte eingebaut. Sie kosten etwa die Hälfte, funktionieren inzwischen sehr gut und lassen sich Raum für Raum einbauen. Der Unterschied bei der Wärmerückgewinnung ist da – aber er wiegt die Kosten in den meisten Häusern nicht auf.
Wann sich eine Lüftungsanlage lohnt
- EffizienzhausWer sein Haus zu einem KfW-Effizienzhaus saniert, braucht eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Dezentral reicht.
- Vermietete WohnungenSie wissen nicht, wie oft Ihre Mieter lüften. Eine Lüftung schützt vor Schimmelschäden, die sonst erst nach Jahren sichtbar werden.
- Neue FensterNach dem Fenstertausch ist das Haus dichter. Das Lüftungskonzept zeigt, ob Lüften von Hand reicht – siehe Schimmel nach dem Fenstertausch.
- Laute StraßeFrische Luft, ohne das Fenster zur Straße zu öffnen.
Was Eigentümer uns dazu am häufigsten fragen
Was kostet eine dezentrale Lüftungsanlage?
Ein Gerät mit Wärmerückgewinnung (die Wärme der verbrauchten Luft wärmt die frische vor) kostet mit Kernbohrung und Elektroanschluss meist 800 bis 1.500 €. Ein Einfamilienhaus braucht vier bis acht Geräte, zusammen also etwa 5.000 bis 10.000 €.
Wie laut sind dezentrale Lüfter?
In der niedrigen Stufe leise wie ein Flüstern, etwa 20 bis 25 dB(A). Im Schlafzimmer sollten Sie auf die Herstellerangabe für die kleinste Stufe achten.
Wird eine Lüftungsanlage gefördert?
Ja. Das BAFA zahlt 15 % für Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, zentral wie dezentral, wenn sie die technischen Mindestwerte erfüllen.
Brauche ich eine Lüftungsanlage?
Nicht immer. Das Lüftungskonzept zeigt, ob Lüften von Hand reicht. Für ein Effizienzhaus ist eine Anlage Pflicht, bei vermieteten Wohnungen ist sie oft sinnvoll.
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