Lohnt sich eine Wärmepumpe im Altbau?
Die kurze Antwort: in den meisten Häusern ja – wenn das Haus mit mäßig heißem Heizwasser warm wird. Die längere Antwort hängt von drei Werten ab, die Sie teilweise selbst prüfen können.
Das Wichtigste in Kürze
- In den meisten Altbauten lohnt sich eine Wärmepumpe – wenn das Haus mit höchstens 55 °C warmem Heizwasser warm wird (Fachwort: Vorlauftemperatur).
- Eine Fußbodenheizung ist nicht nötig; oft genügt es, einzelne zu kleine Heizkörper zu tauschen. Der Tausch wird mitgefördert.
- Selbsttest: An einem kalten Tag die Temperatur des Heizwassers an der Heizung auf 50 bis 55 °C stellen und prüfen, ob alle Räume warm werden.
- Verlässlich wird es, wenn für jeden Raum berechnet wird, wie viel Wärme er braucht (Heizlastberechnung).
Quellen: KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen (Programm 458) · Stand der Angaben: 28.09.2026
Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus? Wir rechnen die Heizlast raumweise und sagen es Ihnen ehrlich – bevor Sie Geld ausgeben.
Kostenloses Erstgespräch anfragenDie entscheidende Zahl: Vorlauftemperatur
Ob eine Wärmepumpe in Ihrem Haus sparsam läuft, hängt vor allem an einer Zahl.
Eine Wärmepumpe braucht umso weniger Strom, je weniger heiß sie das Heizwasser in die Heizkörper schicken muss. Diese Temperatur heißt Vorlauftemperatur. Wie sparsam die Wärmepumpe über das Jahr arbeitet, sagt die Jahresarbeitszahl: Sie gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom entstehen.
Faustregel aus der Praxis: Reichen etwa 55 Grad, arbeitet eine gut geplante Wärmepumpe wirtschaftlich. Braucht das Haus heißeres Wasser, wird der Betrieb teuer.
Selbsttest in drei Schritten
Bevor ein Experte kommt, können Sie viel selbst herausfinden:
- Test an einem kalten TagStellen Sie an Ihrer alten Heizung die Temperatur des Heizwassers auf 50 bis 55 °C.
- Räume beobachtenWerden alle Räume warm? Notieren Sie, welche nicht.
- Heizkörper prüfenDie kalten Räume haben meist zu kleine Heizkörper – die lassen sich tauschen.
| Ergebnis | Einschätzung |
|---|---|
| Alle Räume warm bei 50 °C | sehr gut geeignet |
| Warm bei 55 °C, einzelne Räume knapp | geeignet, einzelne Heizkörper tauschen |
| Erst ab 60 °C warm | möglich, aber erst Heizkörper oder Dämmung verbessern |
| Selbst bei 65 °C kalte Räume | zuerst dämmen oder Fenster erneuern |
Was eine Wärmepumpe im Altbau kostet – und was bleibt
Rechnen Sie für Ihr Haus mit 28.000 bis 40.000 € – wie viel davon bei Ihnen bleibt, hängt vom Zuschuss ab.
Für ein typisches Einfamilienhaus kostet eine Wärmepumpe, die ihre Wärme aus der Außenluft holt, meist zwischen 28.000 und 40.000 € – inklusive Einbau, Einstellen der Heizkörper und Abbau der alten Heizung. Die KfW rechnet davon bis zu 28.000 € für den Zuschuss an. Wie viel bei Ihnen übrig bleibt, zeigt die Beispielrechnung auf der Seite Heizungsförderung oder unser Rechner.
Und ein Punkt, der oft übersehen wird: Müssen einzelne Heizkörper gegen größere getauscht werden, wird das zusammen mit der Wärmepumpe gefördert.
Was Eigentümer uns dazu am häufigsten fragen
Brauche ich für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung?
Nein. Viele Altbauten kommen mit Heizkörpern aus, wenn das Haus mit höchstens 55 Grad warmem Heizwasser warm wird. Oft genügt es, einzelne zu kleine Heizkörper zu tauschen.
Wie finde ich heraus, ob mein Haus geeignet ist?
Stellen Sie an einem kalten Tag an Ihrer Heizung die Temperatur des Heizwassers (Vorlauftemperatur) auf 50 bis 55 Grad. Werden alle Räume warm, ist das ein gutes Zeichen. Genau wird es, wenn für jeden Raum berechnet wird, wie viel Wärme er braucht.
Werden neue Heizkörper mitgefördert?
Ja. Müssen zu kleine Heizkörper getauscht werden, damit das Heizwasser weniger heiß sein muss, wird das zusammen mit der Wärmepumpe gefördert.
Sollte ich erst dämmen?
Nicht zwingend, aber es hilft: Mit jeder Dämmung kommt das Haus mit weniger heißem Heizwasser aus – die Wärmepumpe kann kleiner sein und braucht weniger Strom. Die richtige Reihenfolge klärt der Sanierungsfahrplan.
Wir sagen Ihnen, ob es passt
Sie überlegen, auf eine Wärmepumpe umzusteigen? Wir berechnen für jeden Raum den Wärmebedarf, prüfen Ihre Heizkörper und kümmern uns um die Förderung – und geben Ihnen eine ehrliche Antwort, ob Ihr Haus schon bereit ist.
In vier Klicks zum kostenlosen Erstgespräch
Ihr Anliegen, zwei Fragen zum Haus, dann Ihre Nummer. Danach ruft Sie innerhalb von 24 Stunden ein eingetragener Energieberater an – etwa 15 Minuten, kostenlos und unverbindlich. Oder rufen Sie direkt an, ganz wie Sie möchten.
Direkt mit einem eingetragenen Energieberater sprechen, Mo–Fr von 8 bis 19 Uhr.
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.
Schreiben Sie uns – wir antworten innerhalb von 24 Stunden.
WhatsApp öffnenEs gelten die Datenschutzbestimmungen von WhatsApp.
Vor-Ort-Termine in ganz Nordrhein-Westfalen
Unverbindlich: Nach dem Gespräch entscheiden Sie, ob und wie es weitergeht. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt am 01.02.2027 von 16 auf 12 %. Es zählt das Datum des Antrags.
Wir nutzen Ihre Angaben nur, um Sie zurückzurufen. Kein Newsletter, keine Weitergabe. Datenschutz.