Wir waren echt zufrieden. Rückruf kam schon am gleichen Tag, Termin und fertiger Fahrplan folgten in unter 14 Tagen. Man hat einen festen Ansprechpartner, der auch später noch erreichbar ist. Alles wurde klar erklärt, ohne Fachchinesisch. Den ganzen Förderkram haben sie komplett übernommen. Termine und Preise wurden eingehalten. Klare Empfehlung.
Schimmel nach dem Fenstertausch: Warum er entsteht und wie Sie ihn vermeiden
Sie planen neue Fenster – oder haben sie schon und sehen plötzlich feuchte Ecken? Neue Fenster sollen Wärme im Haus halten. Genau das tun sie – und deshalb taucht in manchen Häusern ein bis zwei Winter später Schimmel auf, wo vorher nie welcher war. Das liegt selten an den Fenstern selbst, sondern an drei Dingen, die vor dem Tausch geklärt sein sollten.

Das Wichtigste in Kürze
- Neue Fenster sind dichter und wärmer als die alten. Die Feuchtigkeit setzt sich dann an der kältesten Stelle ab – oft in Ecken und an der Fensterlaibung.
- Werden mehr als ein Drittel der Fenster getauscht, ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 nötig; für den BAFA-Zuschuss ist es Voraussetzung.
- Die Fuge zwischen Fenster und Wand braucht innen eine luftdichte und außen eine regendichte Abdichtung. Schaum allein reicht nicht.
- Im Winter drei- bis viermal täglich fünf bis zehn Minuten stoßlüften, Luftfeuchte zwischen 40 und 60 %.
Quellen: BAFA: Förderung der Gebäudehülle · Stand der Angaben: 28.09.2026
Sie planen neue Fenster? Wir klären vorher, ob Ihr Haus ein Lüftungskonzept braucht und wie Sie den Zuschuss sichern.
Kostenloses Erstgespräch anfragenWas sich durch neue Fenster im Haus verändert
Alte Fenster sind in zweierlei Hinsicht undicht: Durch die Fugen zieht ständig etwas Luft, und die Scheiben sind die kälteste Stelle im Raum. Beides hat bisher, ohne dass es jemand bemerkt hat, gegen Schimmel geholfen.
Mit dem Tausch fällt beides weg. Durch die neuen Fenster zieht keine Luft mehr – die Feuchtigkeit aus Kochen, Duschen, Atmen und Pflanzen bleibt im Raum. Ein Vier-Personen-Haushalt gibt am Tag leicht zehn Liter Wasser an die Luft ab. Und die Scheiben sind plötzlich wärmer als die Wand daneben.
Die Feuchtigkeit sucht sich die kälteste Stelle
Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte. Trifft feuchte Raumluft auf eine kalte Fläche, schlägt sich das Wasser dort nieder. Bei alten Fenstern war das die Scheibe – Sie haben die Tropfen morgens gesehen und weggewischt.
Ist das neue Fenster besser gedämmt als die Außenwand, wird die Wand zur kältesten Stelle. Vor allem Ecken, die Fensterlaibung und Wände hinter Schränken. Dort sehen Sie das Wasser nicht – aber Schimmel braucht nicht einmal Tropfen. Ihm reicht es, wenn die Oberfläche über Tage hinweg feucht bleibt. Kritisch wird es schon unter etwa 12,6 °C an der Wandoberfläche.
| Stelle im Raum | Temperatur innen an der Oberfläche | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Altes Fenster mit Isolierglas (1970er–80er) | etwa 10–11 °C | Tropfen an der Scheibe, die Wand bleibt trocken |
| Ungedämmte Außenwand | etwa 15–16 °C | unkritisch, solange es die Fläche ist |
| Ecke oder Laibung der ungedämmten Wand | etwa 11–13 °C | Schimmelgefahr bei feuchter Luft |
| Neues Fenster mit Dreifachglas | etwa 17–18 °C | die Scheibe ist nicht mehr die kälteste Stelle |
Ursache 1: Kein Lüftungskonzept
Ein Lüftungskonzept ist eine kurze Berechnung, wie viel Luft in Ihrer Wohnung mindestens ausgetauscht werden muss, damit keine Feuchteschäden entstehen – und ob das ohne Ihr Zutun schon durch die Gebäudehülle (Dach, Außenwände, Fenster, Türen und Kellerdecke) passiert. Die Regeln dafür stehen in der Norm DIN 1946-6.
Werden mehr als ein Drittel der Fenster getauscht, verlangt die Norm ein solches Konzept. Für die Förderung durch das BAFA ist es Voraussetzung: Wer neue Fenster bezuschussen lässt, muss es erstellen lassen und aufbewahren. Kontrolliert wird das nicht beim Antrag – aber es kann noch Jahre später verlangt werden. Und unabhängig vom Papier: Es beantwortet genau die Frage, die über Schimmel entscheidet.
Das Ergebnis ist eine von zwei Antworten. Entweder reicht regelmäßiges Lüften von Hand. Oder es braucht eine Lösung, die auch lüftet, wenn niemand daran denkt: Lüftungsschlitze im Fensterrahmen, kleine Lüfter in der Außenwand oder eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Ursache 2: Das Fenster ist nicht richtig eingebaut
Ein Fenster ist nur so dicht wie die Fuge zwischen Rahmen und Wand. Wird sie nur ausgeschäumt, ist das Fenster zwar fest, aber nicht dauerhaft dicht. Warme, feuchte Raumluft dringt in die Fuge, kühlt dort ab und durchfeuchtet Schaum und Mauerwerk. Die Folgen sieht man oft erst nach Jahren: dunkle Ränder an der Laibung, abblätternde Farbe, Schimmel in der Ecke.
Richtig eingebaut hat die Fuge drei Schichten. Innen eine luftdichte Abdichtung, damit keine Raumluft in die Fuge gelangt. In der Mitte die Dämmung. Außen eine Abdichtung, die Regen abhält, Feuchtigkeit aus der Fuge aber nach außen entweichen lässt. Fachleute sprechen von „innen dichter als außen“. Das geht mit Folien oder mit vorkomprimierten Dichtbändern (Kompriband), die sich in der Fuge ausdehnen.
Wir sehen in der Praxis Fenster, die 20 Jahre alt und an sich gut sind – aber so eingebaut wurden, dass die Laibungen feucht sind. Dann muss das Fenster nicht ersetzt werden, sondern der Einbau. Das ist teuer, weil dafür jedes Fenster wieder heraus muss.
Darauf achten Sie im Angebot
- Einbau nach dem „Leitfaden zur Montage“ (oft RAL-Montage genannt) – ausdrücklich im Angebot genannt.
- Die Abdichtung innen und außen ist als eigener Posten aufgeführt, nicht nur „Montage inkl. Schaum“.
- Wer das Lüftungskonzept erstellt und ob es im Preis enthalten ist.
- Wie die Laibungen innen und außen wieder hergestellt werden (Putz, Fensterbank, Anschluss).
- Der Dämmwert des ganzen Fensters (Uw) von höchstens 0,95 W/(m²K), sonst gibt es keinen Zuschuss.
Wie Sie mehrere Angebote nebeneinanderlegen, ohne Äpfel mit Birnen zu vergleichen, zeigt unser Leitfaden zum Angebotsvergleich.
Ursache 3: Die Wand bleibt kalt
Das beste Fenster nützt wenig, wenn die Wand drum herum ungedämmt bleibt. Dann ist die Laibung – die Mauer zwischen Fenster und Fassade – die neue Schwachstelle. Hier kühlt die Wand von zwei Seiten aus.
Am besten werden Fenster und Fassadendämmung zusammen geplant. Die Dämmung wird dann über den Fensterrahmen gezogen, die Laibung liegt im Warmen. Kommt die Fassade erst in ein paar Jahren, sollte das Fenster schon jetzt so gesetzt werden, dass die spätere Dämmung sauber anschließen kann – sonst entsteht an jedem Fenster eine dauerhafte Kältebrücke. In welcher Reihenfolge Sie am besten vorgehen, steht in Die richtige Reihenfolge.
So lüften Sie nach dem Fenstertausch richtig
Die gute Nachricht: In den meisten Häusern lässt sich Schimmel mit einfachen Gewohnheiten verhindern. Entscheidend ist, die Feuchtigkeit hinauszubringen, bevor sie sich irgendwo absetzt.
- Stoßlüften statt kippenIm Winter drei- bis viermal am Tag fünf bis zehn Minuten weit öffnen, am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. Die Wände kühlen dabei kaum aus.
- Feuchte Räume sofort lüftenNach Duschen und Kochen direkt lüften und die Tür dabei schließen, damit der Dampf nicht in kühlere Räume zieht.
- Luftfeuchte messenEin einfaches Messgerät (Hygrometer) kostet wenige Euro. Im Winter sollte die Luftfeuchte zwischen 40 und 60 % liegen – dauerhaft darüber ist ein Warnsignal.
- Möbel von Außenwänden abrückenSchränke an Außenwänden mit fünf bis zehn Zentimetern Abstand aufstellen, damit warme Luft dahinter zirkulieren kann.
- Nicht unter 16 °C abkühlenAuch selten genutzte Räume leicht beheizen. Kalte Räume mit offener Tür zum warmen Flur sind besonders gefährdet.
Was der Staat zum Fenstertausch dazugibt
Neue Fenster fördert das BAFA mit 15 % Zuschuss, wenn das ganze Fenster einen Dämmwert (Uw) von höchstens 0,95 W/(m²K) erreicht. Angerechnet werden bis zu 30.000 € Kosten je Wohnung und Jahr, mit Sanierungsfahrplan bis zu 60.000 €.
Zwei Dinge müssen vor der Unterschrift beim Fensterbauer feststehen: Ein eingetragener Energieberater muss die Maßnahme bestätigen, und der Antrag muss gestellt sein. Wer zuerst beauftragt, verliert den Zuschuss vollständig. Alles Weitere zu Kosten und Förderung steht auf unserer Seite Fenstertausch.
Was Eigentümer uns dazu am häufigsten fragen
Ist Kondenswasser an den neuen Fenstern ein Mangel?
Innen an der Scheibe meistens nicht – es zeigt, dass die Luft im Raum zu feucht ist. Bilden sich die Tropfen dagegen am Rand des Rahmens, in der Fensterlaibung oder kommt Wasser unten aus der Fuge, sollte der Einbau geprüft werden. Beschlag außen auf dreifach verglasten Scheiben ist ein gutes Zeichen: Die Scheibe lässt so wenig Wärme durch, dass sie außen kalt bleibt.
Wie oft muss ich nach dem Fenstertausch lüften?
Im Winter drei- bis viermal am Tag für fünf bis zehn Minuten mit weit geöffnetem Fenster, am besten mit Durchzug. Nach dem Duschen, Kochen und Wäschetrocknen zusätzlich. Gekippte Fenster bringen wenig frische Luft, kühlen aber die Wand neben dem Fenster aus.
Wer erstellt das Lüftungskonzept – und was kostet es?
Ein Energieberater, Lüftungsplaner oder der Fensterbauer, wenn er dafür ausgebildet ist. Für ein Einfamilienhaus ist es eine Berechnung von wenigen Seiten. Wichtig ist, dass es vor dem Einbau vorliegt – danach lässt sich nur noch nachrüsten.
Brauche ich nach dem Fenstertausch eine Lüftungsanlage?
Nicht zwingend. Das Lüftungskonzept zeigt, ob regelmäßiges Lüften von Hand reicht oder ob eine Lösung nötig ist, die ohne Zutun lüftet – etwa kleine Lüfter in der Außenwand oder Lüftungsschlitze im Fensterrahmen. Bei vermieteten Wohnungen und wenn tagsüber niemand zu Hause ist, raten wir meist dazu.
Bekommt man Schimmel wieder weg?
Kleine Stellen bis etwa einer Handfläche können Sie mit 70-prozentigem Alkohol selbst entfernen. Größere Flächen oder Schimmel, der nach dem Entfernen wiederkommt, gehören in die Hand eines Fachbetriebs. Wichtiger als das Entfernen ist die Ursache: Solange die Wand kalt und die Luft feucht ist, kommt er zurück.
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