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Ratgeber · Photovoltaik

Photovoltaik und Wärmepumpe: Wann sich die Kombination lohnt

Ing. Yassir Mustafa · Stand: 23.10.2026

Sie planen eine Wärmepumpe und überlegen, eine Solaranlage dazuzunehmen? Die Solaranlage erzeugt Strom, die Wärmepumpe braucht Strom – das passt. Ganz so einfach ist es nicht, denn im Winter scheint die Sonne wenig. Trotzdem gehört die Kombination zu den wirtschaftlichsten Schritten bei einer Sanierung. Hier ist, warum.

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Einfamilienhaus mit Solarmodulen auf dem Dach und Wärmepumpe neben der Hauswand bei Sonnenschein
Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wärmepumpe ist der größte Stromverbraucher im Haus – ideal für Solarstrom vom eigenen Dach.
  • Im Winter deckt Solarstrom nur einen kleinen Teil, über das Jahr meist ein Viertel bis ein Drittel.
  • Mit Warmwasser-Steuerung und Speicher nutzen viele Häuser 60 bis 80 % ihres Solarstroms selbst.
  • Die Wärmepumpe wird gefördert, die Solaranlage ist von der Mehrwertsteuer befreit.

Quellen: KfW: Heizungsförderung für Privatpersonen (Programm 458) · Stand der Angaben: 28.09.2026

Sie planen beides? Wir stimmen Wärmepumpe, Solaranlage und Speicher aufeinander ab.

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Warum die beiden zusammenpassen

Eine Wärmepumpe verbraucht im Einfamilienhaus 3.000 bis 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Jede Kilowattstunde, die vom eigenen Dach kommt, kostet nur wenige Cent statt über 30 Cent aus dem Netz. Gleichzeitig bringt Strom, den Sie ins Netz einspeisen, nur noch etwa 7,8 Cent.

Die Rechnung ist deshalb einfach: Je mehr Solarstrom Sie selbst verbrauchen, desto schneller rechnet sich die Anlage. Die Wärmepumpe ist dafür der größte Verbraucher im Haus.

Das Problem mit dem Winter – und wie man es löst

Im Sommer erzeugt die Anlage viel Strom, die Wärmepumpe braucht wenig – nur für Warmwasser. Im Winter ist es umgekehrt. Ganz unabhängig vom Netz wird man mit dieser Kombination deshalb nie.

Trotzdem lässt sich viel herausholen:

  1. Warmwasser mit SonnenstromDie Wärmepumpe heizt den Warmwasserspeicher mittags auf, wenn die Sonne scheint. Viele Geräte haben dafür eine eigene Einstellung.
  2. Haus als SpeicherIn der Übergangszeit kann die Wärmepumpe tagsüber etwas mehr heizen. Das Haus speichert die Wärme bis zum Abend.
  3. BatteriespeicherEr verschiebt Solarstrom in den Abend und die Nacht. Wie groß er sein sollte, steht in Wie groß muss der Speicher sein?.
  4. Weitere VerbraucherEin Elektroauto oder eine Klimaanlage nutzen den Sommerüberschuss.

Was die Kombination bringt

Mit Wärmepumpe, Speicher und intelligenter Steuerung erreichen viele Häuser, dass sie 60 bis 80 Prozent ihres Solarstroms selbst nutzen. Der Anteil des gesamten Strombedarfs, der vom eigenen Dach kommt, liegt meist bei 40 bis 60 Prozent.

Ein Beispiel: Bei einem Einfamilienhaus wird die Gasheizung gegen eine Wärmepumpe getauscht, eine große Solaranlage aufs Dach gesetzt und eine Wallbox installiert. Solche Häuser kommen bei Heizen, Strom und Auto auf Nebenkosten von unter 1.000 € im Jahr.

Anteil des Solarstroms, den das Haus selbst nutztOhne Speicher: 30 %; Mit Warmwasser-Steuerung: 40 %; Mit Batteriespeicher: 60 %; Mit Speicher und E-Auto: 75 %Ohne Speicher30 %Mit Warmwasser-Steuerung40 %Mit Batteriespeicher60 %Mit Speicher und E-Auto75 %
Typische Werte für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe und 10 kWp Solaranlage.
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Förderung und Steuern

Die Wärmepumpe wird von der KfW mit 30 % für alle bezuschusst, dazu kommen Zuschläge. Für die Solaranlage gibt es keinen Zuschuss, aber seit 2023 keine Mehrwertsteuer beim Kauf von Anlagen bis 30 Kilowatt auf Wohnhäusern. Die Einnahmen aus kleinen Anlagen sind zudem einkommensteuerfrei.

Wer beides plant, sollte die Reihenfolge bedenken: Wird für die Wärmepumpe der Zählerschrank erneuert, zählt er zu den förderfähigen Kosten (der Teil der Kosten, auf den es Zuschuss gibt) der Heizung – siehe Zählerschrank erneuern.

Häufige Fragen

Was Eigentümer uns dazu am häufigsten fragen

Wie groß muss die PV-Anlage für eine Wärmepumpe sein?

So groß, wie das Dach sinnvoll hergibt. Als grobe Orientierung: Für Haushalt und Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus sind 8 bis 15 Kilowatt Spitzenleistung üblich.

Kann ich mit Solarstrom im Winter heizen?

Nur zum kleinen Teil. Im Winter scheint die Sonne wenig, wenn die Wärmepumpe am meisten braucht. Über das Jahr deckt Solarstrom bei der Wärmepumpe meist ein Viertel bis ein Drittel des Bedarfs.

Brauche ich einen Speicher?

Nicht zwingend. Viel bringt schon, wenn die Wärmepumpe tagsüber den Warmwasserspeicher aufheizt, solange die Sonne scheint. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch weiter.

Wird die PV-Anlage gefördert?

Nicht mit Zuschuss. Seit 2023 fällt beim Kauf kleiner Anlagen auf Wohnhäusern aber keine Mehrwertsteuer an.

Wärmepumpe und Solarstrom, richtig kombiniert

Wir planen beides aufeinander abgestimmt und rechnen aus, wie viel Ihr Haus damit spart. Sie erreichen uns unter .

Kundenstimmen

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SabineOktober 2026 · Bewertung bei Google
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